28.11.2017

65 Grundschullehrer erhalten Futsal-Bälle

Autor / Quelle: Burghard Neumann

Nach dem Masterplan des DFB sollen die Futsal-Regeln in abgespeckter Form in Schulfußball eingeführt werden. Diese Botschaft hat Günther Schaper, Beauftragter für Schulfußball im NFV-Kreis Hildesheim aus Barsinghausen mitgebracht.

„In den Grundschulen sollen verpflichtende, vereinfachte Regeln für die Schüler eingeführt werden, das heißt, dass die älteren Jahrgänge künftig nach den DFB-Futsal-Regeln spielen werden“, sagte Schaper und organisierte nach 2015 einen weiteren Futsal-Lehrgang.

 

Von 114 Sportkreisen des Verbandes nimmt Hildesheim bei der Umsetzung der Futsal-Regeln einen Spitzenplatz ein. Seit fünf Jahren wird bei den Juniorinnen und Junioren in der Meisterschafts-Hallenrunde (Sparkassen Hallen-Masters) erfolgreich Futsal gespielt. Auch bei den Grundschulen ist Futsal weiter auf dem Vormarsch. Dies unterstrichen 65 Grundschullehrerinnen, Grundschullehrer und Lehrer, die sich zu diesem Abend in der Lehrstätte des Kreissportbundes angemeldet hatten. Zu den Teilnehmern zählten auch Lehrer von Gymnasien und Realschulen. Über drei Stunden wurden ihnen Futsal-Theorie und -Praxis vermittelt. Ihre Erwartungen wurden voll erfüllt, denn „mit Marcus Schierbaum gibt es einen äußerst kompetenten Referenten“, begrüßte Schaper die Teilnehmer im voll besetzten Unterrichtsraum. Schierbaum ist seit 2005 DFB-Futsal-Schiedsrichter, seit 2010 Schiedsrichter-Referent im Verband, seit 2017 Mitglied in der Futsal-Kommission des Norddeutschen Fußballverbandes und seit 2014 Lehrwart im Bezirk Hannover. „Futsal ist von der Spielweise her eigentlich der bessere und elegantere Hallenfußball. Es gibt bedeutend weniger Fouls, auch die Techniker kommen besser zum Zuge“, bestätigte der Referent und erklärte die vereinfachten Futsal-Regeln in einem Video-Vortrag. Zu Beginn sprach Schierbaum über die Sprungeigenschaften der Bälle. Die Teilnehmer waren erstaunt: Der normale Hallen-Fußball springt rund 135 cm, während der kleinere Futsal-Ball rund 50 cm an Sprunghöhe erlangt. Der Referent sprach über die Begriffe „Einkick“, „Time out“, „kummulierte Fouls sowie Freistöße und erwähnte die Maße des Spielfeldes. Es gab eine Menge Fragen. Über drei Stunden hatte Schierbaum den Teilnehmern die Futsal-Regeln in Theorie und Praxis nähergebracht. Bevor es zum praktischen Teil in die Gymnasium-Sporthalle ging, wurde allen Teilnehmern je ein Futsal-Ball, ein normaler Fußball und eine Broschüre über die Basistechniken Fußball überreicht. Nach einer kurzen Aufwärmphase machten die Teilnehmer die erste „Bekanntschaft“ mit dem Futsal-Ball. In einer Trainingseinheit hatte Schierbaum Dribblings, Zweikampfverhalten und den Torschuss geübt. Zum Schluss wurde in Teams gegeneinander gespielt. Die Pädagogen hatten die neuen Spielregeln verstanden, waren mit Spaß dabei und gewannen viele neue Eindrücke, die jetzt in den Schulen umgesetzt werden können. (bn) Foto: Neumann BU: Marcus Schierbaum referiert über die abgespeckten Futsal-Regeln beim Schulfußball. Hier stellt er den Futsal-Ball vor. BU: Günther Schaper gibt technische Tipps beim „Einkick“ BU: Futsal: Das Gelernte wird bei der Praxis auf dem „Parkett“ umgesetzt. BU: Von der Bürgerschule Alfeld wollten die Lehrerinnen Birgit Bütehorn, Inga Fischer und der Lehrer Bastian Schütte alles über Futsal wissen. Der Referent Marcus Schierbaum zeigte die Regelauslegung bei der Praxis.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 24.10.2021

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