27.11.2019

„Achtung! Ball rollt“

Autor / Quelle: Bettina Reese

- mit dieser Ansage startete der Spaß für rund 500 Jungen und Mädchen in der Hilsoccer Arena in Hildesheim

34 Mannschaften aus den Altersgruppen U6, U7 und U8 traten beim Weihnachts-Cup des Niedersächsischen Fußball-Verbandes (NFV) Kreis Hildesheim an.

Mit diesem Staffelspieltag sorgte das Organisations-Team um Dirk Holzhausen, Staffelleiter U6-U9, schon seit Jahren für Begeisterung - bei den Kindern, ihren Trainern und Betreuern, bei den Schiedsrichtern, beim NFV-Kreis bis hin zum Deutschen Fußball Bund (DFB). Denn Günter Distelrath, DFB-Vizepräsident und NFV-Präsident war nach Himmelsthür gekommen, um sich das Geschehen in der Hilsoccer-Arena einmal persönlich anzusehen. Überrascht war er zuerst von der guten Atmosphäre in der bis zum Bersten gefüllten Halle. Denn die jungen Kicker waren nicht nur mit ihren Trainern und Betreuern gekommen, sondern hatten ihre Eltern, Großeltern und Geschwister mitgebracht. Im Laufe des Spieltages zog es rund 2000 Menschen in der Halle.

„Dieser Staffelspieltag ist einzigartig- von der Art der Durchführung und von der Größe der Veranstaltung. Das ist vorbildlich“, lobte Günter Distelrath die Organisatoren. Viel hatte er schon von den Hildesheimer Aktivitäten in der Jugendarbeit gehört. Das mitzuerleben, beeindruckte den DFB-Vize schon sehr. Gern erklärte ihm dann Organisator Dirk Holzhausen, wie im NFV-Kreis Hildesheim die Eltern für den Sport gewonnen werden.  Im Hildesheimer Konzept spielt die Ausbildung von Trainern und Eltern eine große Rolle. Trainer werden ermuntert Eltern als Helfer anzusprechen. Dann werden sie gemeinsam zu Trainingstagen eingeladen, sammeln ihre Erfahrung in der Praxis. Somit wachsen Eltern spielerisch in den Trainings-Bereich hinein. „Im Idealfall finden dann einige so viel Spaß an ihrer Aufgabe, dass sie den Trainerschein machen“, erklärte Holzhausen. Das Hildesheim die Eltern als „echte Paten“ einsetzt, fällt dem DFB-Vize positiv auf. Zum Staunen bringt Günter Distelrath auch, dass bei diesem Staffelspieltag ganz junge Schiedsrichter zum Einsatz kommen. Niklas Mieth, Julius Ahrend und Niclas Nowak (alle 12 Jahre) vom JFC Kaspel sammeln hier ihre ersten Erfahrungen. Die drei haben eine Schiedsrichterausbildung bereits absolviert, dürfen die Prüfung aber erst mit 14 Jahren ablegen. Junge Spieler für dieses Ehrenamt zu begeistern, hält Thomas Nowak, im Orga-Team zuständig für die Schiedsrichter, für wichtig. „Unsere Kampagne für das Schiedsrichter-Amt war damit schon erfolgreich“, freut er sich. Den Kinder- Schiedsrichtern stehen neben erfahrenen Schiedsrichtern auch zwei Supervisoren zur Seite. Bernd Bormann (TuS Hoheneggelsen) und Detlev Fischer (FC Ruthe) erklärten Trainern und Betreuern gern Entscheidungen der Schiedsrichter. Denn bei diesem Turnier musste mit leicht geänderten Futsal-Regeln gespielt werden. „Nicht jeder kennt die Regeln gut“, sagte Bernd Bormann. Mit ihrer ruhigen und besänftigenden Art gingen die Supervisoren auch auf Eltern oder Trainer zu, die am Spielfeldrand zu laut wurden. Bormanns und Fischers Devise ist ganz klar: Wer sich nicht benehmen kann, gehört nicht auf den Sportplatz. Denn bei diesem Staffelspieltag sollen die Kinder ohne Druck spielen dürfen. Deshalb gibt es keine Tabellen, keine Platzierungen – der Spaß steht im Vordergrund. Gewinner bei dem Staffelspieltag sollen alle Spieler sein. So sieht das auch Trainer Thomas Bajgier von der SG Rössing-Barnten. „Die Jugendarbeit ist so wichtig, sie muss in den Vereinen an erster Stelle stehen“, sagt er. Seine Spieler seien ganz heiß gewesen und wollten einfach nur Fußball spielen. Trotzdem ist die Freude über geschossene Tore bei einigen Spielern groß. „Ich habe fünf Tore geschossen“, freut sich der sechsjährige Berat, der erst seit zwei Monaten bei Rössing-Barnten spielt.

Wie wichtig die Jugendarbeit im Fußball ist, weiß auch NFV-Kreisvorsitzender Detlef Winter. „Mir geht das Herz auf, wenn ich so viele Kinder sehe, die Spaß am Fußballspiel haben“, sagte er bei der Begrüßung zu Beginn des Weihnachts-Cups. Der DFB-Vizepräsident und NFV-Präsident wird einiges aus Hildesheim mitnehmen. „Das ist hier eine organisatorische Meisterleistung. In Hildesheim hat man den richtigen Ansatz für die Jugendarbeit gefunden. Ich werde ihre Ideen weiterverbreiten“, sagte Günter Distelrath. Über drei Stunden begleitete er diese Veranstaltung – und sichtlich hatte auch er jede Menge Spaß beim Weihnachts-Cup. 

 

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Erwachsene Fußballspieler träumen davon, die jungen Kicker der JSG Warberg haben es erreicht: Sie bekommen vom Vizepräsidenten des DFB und Präsidenten des NFV eine Medaille überreicht

 

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Grüppchenbildung um den Ball: Alle Spieler und Spielerinnen der Teams vom JFV Süd 2014 und dem TSV Gronau wollen einfach nur spielen.

 

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Freuen sich über das Hildesheimer Vorzeigeprojekt, den Weihnacht-Cup: Landtagsabgeordneter Bernd Lynack (SPD), Staffelleiter Dirk Holzhausen, Kreisvorsitzender Detlef Winter, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses Marcin Kuczera, Schatzmeister W. Selzer, stellv. Vorsitzender des Bezirk-Jugendspielbetriebs Herbert Schaper, Landtagsabgeordneter Markus Brinkmann (SPD), stellv. Vorsitzender des Kreissportbundes Claus Peter Elfers (hinten), Kinder-Schiedsrichter Niklas Mieth, Julius Ahrend, Niclas Nowak und DFB-Vize und NFV-Präsident Günter Distelrath (vorn)

 

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Der sechsjährige Berat von der SG Barten-Rössing freut sich über geschossene Tore und die Medaille

 

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Teilen ihre Begeisterung über den Weihnachts-Cup: NFV-Kreisvorsitzender Detlef Winter (l.) und DFB-Vize und NFV-Präsident Günter Distelrath (r.)

 

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Teams von U6 bis U8 Spielern aus dem gesamten Landkreis Hildesheim sind beim Weihnachts-Cup angetreten

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Seite zuletzt aktualisiert am: 03.12.2019

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