08.12.2019

An alle Vereine im NFV Kreis Hildesheim

Autor / Quelle: Detlef Winter

Liebe Fußballfreunde

 

Die Situation im Schiedsrichterwesen hat in den letzten Monaten eine besorgniserregende Entwicklung genommen. Die Zahl der aktiven Schiedsrichter ist stark zurückgegangen und die Rekrutierung neuer Schiedsrichter ist fast zum Stillstand gekommen. Die jährliche Statistik, die Aufschluss gibt über

- die Zahl der Schiedsrichter insgesamt

- über die Anzahl der Spiele die von den einzelnen Schiedsrichtern geleitet werden

- über die Anzahl an besuchten Fortbildungsveranstaltungen

- über die Teilnahme an der jährlichen Leistungsprüfung,

 

zeigt ein erschreckendes Bild.

Von 310 erfassten Schiedsrichtern erfüllen gerade mal 162 die erforderlichen Kriterien, um für ihren Verein anerkannt zu werden. Das ist gerade mal etwas mehr als die Hälfte. Ein unhaltbarer Zustand. Ferner müssen wir feststellen, dass 20 Vereine überhaupt keinen Schiedsrichter stellen. Darunter sogar zwei Vereine, die auf Bezirksebene spielen.
Nun erscheint es einzelnen Vereinen so, als wenn der NFV Kreis Hildesheim sich über diese sprudelnde Einnahmequelle freut. Mitnichten ist das so. 
 
Es macht nun wenig Sinn, dieser Entwicklung zuzuschauen, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten, bis das gesamte System kollabiert.
 
Der Vorstand des NFV Kreis Hildesheim hat sich daher entschlossen, sich dieses Problems verstärkt anzunehmen, eine gründlich Analyse zu betreiben und nach Lösungsansätzen zu suchen. Wir haben deshalb am 26.11.2019 eine siebenköpfige Arbeitsgruppe gebildet, die sich verstärkt um Lösungsansätze bemühen wird. In der konstituierenden Sitzung ist uns schnell klar geworden, dass wir unsere Vereine unbedingt mit ins Boot holen müssen, um effektiv und nachhaltig Lösungsansätze zu finden. Ferner konnten in dieser 1. Sitzung schon recht gute Vorschläge zur Verbesserung der Lage im Bereich Schiedsrichterwesen erarbeitet werden.
 
 
Die ersten Schritte zur Verbesserung des Status Quo müssen sein:
 
1.    Die Neugewinnung von Schiedsrichtern muss verstärkt werden.
2.    Ein 2. Schwerpunkt muss bei der Erhaltung der bestehenden Schiedsrichter gesetzt werden.
3.    Eine gründliche Analyse der bestehenden Probleme.
4.    Reger und intensiver Austausch mit den Vereinen.
5.    Überprüfung der bestehenden Strukturen.
 
Diesbezüglich haben wir schon erste Aufgaben innerhalb der Arbeitsgruppe verteilt. Am 13. Januar 2020 werden wir uns mit der Arbeitsgruppe ein zweites Mal treffen. 
 
Danach planen wir für den 17. Februar 2020 eine Veranstaltung für unsere Vereine. Insbesondere die Vereine, die bis dato überhaupt keinen Schiedsrichter stellen, und die, welche einen großen Mangel zu beklagen haben werden wir gezielt einladen.
Eines möchte ich im Vorfeld klar und deutlich feststellen. Diese Veranstaltung wird weder ein Tribunal noch wollen wir Drohszenarien aufbauen. Ganz im Gegenteil. Wir wollen versuchen Lösungsansätze zu finden und den Vereinen Hilfen anbieten, wie es gelingen kann, im eigenen Verein geeignete Anwärter für das Schiedsrichterwesen zu finden.
 
Lasst uns gemeinsam diese Problem mit dem nötigen Enthusiasmus angehen. Es wird höchste Zeit das Ruder herumzureißen. Wenn wir gemeinsam ernsthaft und nachhaltig an diesem Problem arbeiten, werden sich auch Erfolge einstellen. Das bedarf Zeit und Geduld.
 
Eine gesonderte Einladung erfolgt in Kürze.
 
 
 
                                               Detlef Winter, Vorsitzender NFV Kreis Hildesheim

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Seite zuletzt aktualisiert am: 20.07.2020

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