16.12.2022

Bei „übermotivierten Eltern“ das Gespräch suchen

Wiederauflage der NFV-Jugendleitersitzung

Nachdem die Corona-Pandemie der Vergangenheit angehören kann, lud NFV-Jugendausschuss- Vorsitzender Hans-Jürgen „Hansi“ Schwellnus zu einer Wiederauflage ein. Zahlreiche Vereinsvertreter sowie Gäste fanden den Weg in die KSB-Lehrstätte und hörten den Staffelleitern aufmerksam zu.

„Wir haben viel zu viele Spielverlegungen“, meint Dirk Holzhausen, der den G- und F-Juniorenbereich betreut und wird zukünftig nur nach Wichtigkeit einer Spielverlegung zustimmen. Zudem stellt Holzhausen fest, dass manchmal nicht weniger als 40 Tore bei einem Jugendspiel fallen und dass die Jugendleiter mit den übermotivierten Eltern ins Gespräch kommen sollten, da die Ergebnisse nicht immer erstrangig sind. „Da verlieren die Kinder die Lust am Fußballspielen“, fuhr der Staffelleiter fort.

„Bei den E-Junioren läuft es so weit gut“, erläuterte der Staffelleiter Frank Albrecht in seinem Bericht und bestärkt seinem Vorredner in Sachen Fair-Play.

„Häufig wird wenig telefoniert und gesprochen“, sagten Stefan Hinz und Conny Jablonski-Bähre. Beide bitten darum, dass die verantwortlichen Vereinsvertreter ruhig auch mal das Telefon benutzen können, um dringende Angelegenheiten schnell abzuwickeln.

Viele Sorgen bereiten die A-Jugendlichen, da nach einer aufregenden Hin-Serie acht Rote Karten zu verbuchen sind. Zudem wird gegen einen Verein wegen Betrug und Urkundenfälschung ermittelt.

„Wenn sich da nichts ändert, lege ich mein Amt nieder“, bekräftigt Staffelleiter der A-Junioren Friedrich „Friedel“ Münzberger seinen Unmut. Die Trainer sollten ein Umdenken in Anbetracht von Fairness und Respekt nehmen.

Der Kreisvorsitzende Detlef Winter berichtet über Neuigkeiten aus dem Verband und unterstreicht mit einem Lächeln den Auftakt der Sparkassen-Hallensaison im Jugendbereich, der von der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine unterstützt wird und warb darum, dass diese Zusammenarbeit auch in Zukunft Bestand hat.

„Die Disziplin lässt zu wünschen übrig“, greift Winter ein Thema auf, wobei Gewalt auf dem Sportplatz nichts zu suchen hat.

Der Gastredner Christian Münzberg, Vorsitzender des Jugendausschusses im Bezirk Hannover, sprach über die in Hildesheim sehr gut angelaufene Bezirks-Hallenmeisterschaft, wobei wie auch anderswo Futsal gespielt wird. Das Thema Futsal sorgte auch für viel Wirbel. In der Ausschreibung steht unter anderem, dass jede Mannschaft einen zweiten Trikotsatz mitzuführen hat. Einige Vereinsvertreter sind der Auffassung, dass nicht jede Mannschaft über einen zweiten Trikotsatz verfügt und so lieber in Leibchen spielen wolle. Doch das Reglement sieht das nicht vor, da nur die Einwechselspieler  Leibchen tragen dürfen. Somit entfachte mit Kreisschiedsrichter-Obmann Marcin Kuczera eine rege Diskussionsrunde und man einigte sich vorläufig, wenn bei einer Hallenrunde tatsächlich kein zweiter Trikotsatz vor Ort ist, mit selbst mitgebrachten Leibchen spielen könne. Immer der Prämisse, dass diese sich auch farblich mit den vorhandenen Leibchen unterscheiden.

„Man wird gespannt sein, wie es sich in der Praxis umsetzen lässt“, findet abschließend ein Vereinsvertreter, der hier nicht namentlich genannt werden will. (mrl)

 

BU

In vorweihnachtlicher Stimmung der Jugendleiter*Innen

Jugendausschuss-Vorsitzender „Hansi“ Schwellnus

 

 

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 28.01.2023

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