19.06.2019

Geringe Mädchen-Teams im Kreis

Autor / Quelle: Miguel Rey Lamas

Lösungen durch den Verband?

Geringe Mädchen-Teams im Kreis fordern Lösungen durch den Verband

Zahl der Teams sinkt kontinuierlich 

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB)  startete anlässlich der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland eine ihrer stärksten Kampagnen, um den Frauen- und Mädchenfußball nachhaltig zu fördern.

Anscheinend ist dieser Hype im Kreis Hildesheim versiegt und die Vereine suchen nach neuen Lösungen.

Zu diesem Thema lud der NFV- Jugendausschuss mit dem Vorsitzenden Hans-Jürgen Schwellnus mit Spielleiter Ralf Hamann zusammen mit dem kommissarisch eingesetzten Staffelleiter für Mädchenfußball, Thomas Germer,  die Vereine mit Frauen-und Mädchenfußball ein.

Mehr als ein Dutzend fanden sich in der KSB-Lehrstätte ein, um zusammen mit dem Kreis-Verband nach Lösungen zu suchen, um den geringen Bestand an Teams zu erhöhen.

Aus Sicht des NFV- Kreis Hildesheim ist das Angebot für die Juniorinnen mit den Staples-Cup im Winter sowie den Schulfußball auf den Fußballplätzen gut angesiedelt.

Letzteres wird durch das Team um Günther Schaper, NFV-Schulfußballreferent, hervorragend organisiert und zahlreich durchgeführt.

In Summe melden sich nicht mehr Mädchen in den Fußballspielenden Vereinen an, argumentieren die Vereinsvertreter. Verschiedene Gründe hierzu können die Bedenken aus dem Elternhaus sein sowie fehlende Übungsleiter in den Klubs.

Bei den 12 gemeldeten Teams in allen Altersstufen könne man einen normalen Spielbetrieb nicht gewährleisten, sprach sich Spielleiter Ralf Hamann aus.

Daher hat der Verband das Meldefenster bis zum 16.Juni verlängert, um die Anzahl der Anmeldungen zu erhöhen.

Inzwischen reagieren einige Vereine gegen den Trend und schließen sich zu Spielgemeinschaften. Diese Kooperationen können somit die Spielfähigkeit der Teams gewährleisten.

„Die Mädels wollen doch einfach nur spielen“- meint Spielleiter Ralf Hamann und nahm nach wenigen Diskussionen eine Idee auf, dass der Kreisverband sich in den umliegenden Kreisen umhört, ob eine Kreisübergreifende Kooperation möglich ist.

Hierzu ist Thomas Germer gefordert adäquate Lösungen zu finden und diese zeitnah den Vereinen vorzutragen.

Auf Grund des Zeitfensters anderer Kreise, könne dies für die kommende Saison knapp werden und man plane eine mögliche Umsetzung in 2020/2021.

Mit diesen Problemen steht der Kreis Hildesheim nun mal nicht alleine da, denn im Raum war extra aus Holzminden Jörg Schmidt , Trainer einer Mädchenmannschaft von der JSG Forstbachtal angereist und berichtet ähnliches und warb um eine Kooperation mit dem Kreis Hildesheim. Die weiten Fahrten würden sie sogar in Kauf nehmen.

Abschließend ist allem klar, dass der Kreisvorsitzende Detlef Winter mit Nachdruck in Barsinghausen das Thema Mädchen-und Frauenfußball in Erinnerung rufen soll, damit wieder der Ball mit zahlreichen Teams im Kreis rollt.

Bis dahin bemühen sich die Vereine mit kleinen Turnieren sich über Wasser zu halten, um den Mädels bei Laune zu halten. (mrl)

 

BU

Anwesende Vereinsvertreter im Raum Berlin in der KSB-Lehrstätte

 

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 14.01.2022

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