28.10.2018

Mannschaftszahlen in Hildesheim erneut rückläufig! -Vereine stimmen gegen eine Fusion mit Holzminden

Autor / Quelle: Detlef Winter

Am Sonntag, den 21. Oktober 2018 fand in Barsinghausen eine außerordentliche Vorstandssitzung statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war das Thema Finanzen, über das fast 2 Stunden engagiert debattiert wurde. Für den NFV Kreis Hildesheim haben der Vorsitzende Detlef Winter und der Schatzmeister Werner Selzer an dieser Sitzung teilgenommen.

Gegen Ende der Veranstaltung präsentierte der stellvertretende Direktor Steffen Heyerhorst noch ein Zahlenwerk, dass alle Teilnehmer ernüchternd zur Kenntnis nehmen mussten. Er präsentierte den Anwesenden die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Mannschaftszahlen im Niedersächsischen Fußballverband für die Serie 2018 /2019. Hier wurden insgesamt 1323 weniger Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet. Eine erschreckend hohe Zahl. Auch die Zahlen aus den 8 Kreisen des Bezirkes Hannover gaben wenig Anlass zur Freude.

Keiner der Kreise konnte positive Zahlen melden. 

 

Diepholz                                         -61 Mannschaften                  minus 10,8 %

Hameln / Pyrmont                           -28 Mannschaften                   minus 9,66 %

Hannover Land                               -67 Mannschaften                   minus 5,47 %

Hannover Stadt                               - 3 Mannschaften                    minus  0,52 %

Hildesheim                                      - 33 Mannschaften                 minus 5,92 %

Holzminden                                     - 14 Mannschaften                  minus 9,59  %    

Nienburg                                          - 29 Mannschaften                  minus  7,88 %

Schaumburg                                    - 14 Mannschaften                  minus  4,28 %

 

Das sind schon Zahlen, die zum Nachdenken anregen.

Sieht man sich das gesamte Zahlenwerk an, und sucht nach „Ausreisern“, so ist festzustellen, dass es in keinem Kreis des Niedersächsischen Fußballverbandes einen Zuwachs gegeben hat. Ganz im Gegenteil. Einige Kreis mussten schwer Federn lassen. Hier ein paar Zahlen, die erschrecken sind.  

 

 

Lüchow- Dannenberg ( Bezirk Lüneburg )          - 16,30 %

Aurich                             ( Bezirk Weser / Ems)   - 18,58 %

Leer                                 ( Bezirk Weser /Ems)  - 22,84 %

Vechta                             ( Bezirk Weser / Ems) – 23,53 %

 

Das sind Zahlen, die jedem Kreisvorsitzenden den Schweiß auf die Stirn treibt.

Über eines war man sich einig. Diese negative Entwicklung muss dringend gestoppt werden. Es wird daher ein Schwerpunkt der Arbeit im Verband sein, Konzepte zu erarbeiten, die eine weitere Abnahme der Mannschaftszahlen verhindern soll. Wie das gehen soll, ist bis Dato noch ein Buch mit 7 Siegeln.

 

In diesem Zusammenhang muss man deutlich die Abstimmung der Vereine aus dem NFV Kreis Hildesheim zu einer möglichen Fusion mit dem NFV Kreis Holzminden sehen. Die Realität hat uns binnen kürzester Zeit eingeholt. 

Das Abstimmungsergebnis muss ich zunächst einmal wie folgt kommentieren: 

Wenn es um eine derart wichtige Entscheidung geht, die zukunftsweisend ist und von elementarer Bedeutung für unseren Kreis, da kann ich verlangen, dass sich auch alle Vereine an dieser Abstimmung beteiligen. Ich habe ausdrücklich betont, dass ich großen Wert auf das Votum der Vereine lege. Nur wenn die Vereine mir einer möglichen Fusion einverstanden sind, macht es Sinn mit Holzminden weitere Gespräche zu führen. Ich komme daher nicht umhin, meiner Verärgerung Ausdruck zu verleihen, wie einige Vereine solch eine wichtige Entscheidung mit Ignoranz strafen. Festzustellen ist, das von 108 befragten Vereine, von denen ich die, welche am Ende der Meldefrist noch nicht geantwortet hatten, nochmals aufgefordert habe, 65 Vereine sich überhaupt nicht gemeldet haben. Darüber bin ich im höchsten Maße enttäuscht.

Das Ergebnis spricht eine klare Sprache:

 

1.   42 Vereine sind gegen einen Fusion mit dem Kreis Holzminden

2.   22 Vereine würden eine Fusion befürworten

3.   65 Vereine haben an der Abstimmung nicht teilgenommen.

 

Ich habe einen gewisse Zeit gebraucht, um diese Ignoranz zu verdauen. 

Ohne das Votum zu werten, ist eines deutlich geworden. Bei vielen Vereinen ist die Problematik einer negativen demografischen Entwicklung noch nicht recht angekommen, obwohl in unseren Vereinen deutliche Zeichen zu erkennen sind. Die Mannschaftszahlen werden weiter rückläufig sein. Ich sehe wenige Möglichkeiten die negative Tendenz aufzuhalten. Das bedeutet zugleich, dass wir uns unweigerlich neu orientieren müssen. Neu orientieren heißt unweigerlich Bündnisse. Diese Bündnisse müssen wir aus der Stärke des NFV Kreis Hildesheim heraus schmieden. Wenn diese momentane Abstimmung auch zunächst weitere Gespräche mit den Freunden aus Holzminden nicht zulassen, so müssen und dürfen wir die Zukunft des NFV Kreis Hildesheim nicht aus den Augen verlieren. Eine Absage an Holzminden zum heutigen Zeitpunkt heißt längst nicht, das wir in 2 oder 3 Jahren einen neuen Anlauf wagen sollten. Eines ist aber sicher: eine derartige Ignoranz würde ich ein 2. Mal nicht mehr mitmachen.

 

 

 

                                               Detlef Winter, Vorsitzender NFV Kreis Hildesheim

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 17.11.2018

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