17.10.2017

„Schiedsrichter werden ist gar nicht so einfach“

Autor / Quelle: Burgard Neumann

Nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse beim letzten Schiedsrichter-Anwärterlehrgang gab es viele enttäuschte und verdutzte Gesichter. Von 26 Prüflingen haben nur sieben die Prüfung bestanden und haben den Schiedsrichterschein jetzt in der Tasche.

Da nutzte auch das Daumendrücken des Kreisvorsitzenden Detlef Winter nichts. „Auch ein Michael Weiner und Florian Meyer hat mal so angefangen. Vielleicht ist ja wieder mal ein Großer unter euch“, sagte Winter und erklärte, dass die Karriereleiter der Unparteiischen durch gute Leistungen, Zuverlässigkeit und großes Engagement nach oben offen ist.

 

Wie immer mussten 30 Regelfragen schriftlich beantwortet werden. Der 15-jährige Nick Grudzielanek vom SV Blau-Weiß Neuhof war Bester. Ihm unterlief nur ein Fehler.

Obwohl sich der ehrgeizige Maik Paul (VfV 06 Hildesheim) am Abend zuvor mit über 100 Prüfungsfragen beschäftigt hatte, ärgerte er sich, das er zweimal daneben gelegen hatte. „Meine Frau hatte mich abgefragt“, hatte er verraten. Dennoch freute er sich, dass er zu den „Gewinnern“ zählte.

Mit Begeisterung hatte auch Gina Saphira Hoser (PSV Grün-Weiß Hildesheim) den Schiedsrichterpass entgegengenommen. Sie hatte als einzige Schiedsrichterin bestanden.

Neun Anwärter, deren Fehlerquote knapp über dem Limit liegt, erhielten die Chance zur Nachprüfung. „Sie werde jetzt wissen worauf es ankommt“, hofft der Schiedsrichter-lehrwart Nils Schmidt dass die Nachzügler es beim zweiten Anlauf schaffen.

 

Das schlechte Abschneiden des Lehrgangs hatte besonders den Schiedsrichter-lehrwart getroffen. An mehreren Abenden hatte er mit den Teilnehmern „gepaukt“, sie mit dem Regelwerk intensiv auf die Prüfung vorbereitet. „Einige haben es sofort begriffen, aber viele waren nicht aufmerksam genug. Wie man sieht - Schiedsrichter werden ist gar nicht so einfach“, zieht Schmidt unerfreuliche Bilanz. „Man muss schon etwas dafür tun und sich konzentrieren, um die Fragen richtig zu beantworten“, sagte auch der Bezirkslehrwart Marcus Schierbaum. Er hatte die Prüfung mit Argusaugen überwacht und die Fragebögen auf „richtig“ kontrolliert.

 

Fazit: Der Gedanke ein paar Abende die Schulbank drücken und so nebenbei den Schiedsrichterschein absolvieren ist ein Trugschluss wie man sieht. Zumindest sollten sich hierbei die ewigen Kritiker über Schiedsrichterentscheidungen ihre Gedanken machen oder sich mit dem Regelwerk selbst einmal beschäftigen.

 

Zum Abschluss sprach der Vorsitzende der Hildesheimer Schiedsrichter-Vereinigung Walter Klußmann. Er informierte über die Veranstaltungen im laufenden Jahr, die zum Zweck der Kameradschaftspflege organisiert werden. (bn)

 

 

Foto: Neumann

 

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Die neuen Schiedsrichter und Ausbilder von links: Bezirksschiedsrichter-Lehrwart Marcus Schierbaum, Nick Grudzielanek (SV Blau-Weiß Neuhof), Thomas Rühtz (TuS Grün-Weiß Himmelsthür), Gina Saphira Hoser (PSV Grün-Weiß Hildesheim), Sebastian Stock (FC Ruthe), Jan Poppendicker (SC Bettmar), Torben Stock (FC Ruthe), Maik Paul (VfV 06 Hildesheim), Kreisschiedsrichter-Lehrwart Nils Schmidt.

 

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„Schiedsrichter werden ist gar nicht so einfach“, bestätigte der Kreisschiedsrichter-Lehrwart Nils Schmidt

beim jüngsten Schiedsrichter-Anwärterlehrgang in Hildesheim.

 

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Nick Grudzielanek vom SV Blau-Weiß Neuhof war mit einem Fehler Prüfungsbester. Der Kreisschiedsrichter-lehrwart Nils Schmidt gratuliert zu diesem Erfolg.

 

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Nick Grudzielanek vom SV Blau-Weiß Neuhof war mit einem Fehler Prüfungsbester. Maik Paul (VfV 06 Hildesheim) (links) unterliefen zwei Fehler. Der Kreisschiedsrichterlehrwart Nils Schmidt (rechts) gratuliert beiden zu diesem Erfolg.

 

 

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Konzentriert lesen sich die Schiedsrichter-Anwärter die gestellten Regelfragen durch. 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 24.10.2021

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