22.09.2019

Vereinsdialog zwischen dem NFV und dem FC Ruthe

Autor / Quelle: Burghard Neumann

Diskussion über die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs / Brisantes Thema: Strafen und Gebühren

Die Spitzenfunktionäre des Niedersächsischen Fußballverbandes aus Barsinghausen besuchten kürzlich den FC Ruthe zu einem Vereinsdialog. Die Delegation mit dem Präsidenten Günter Distelrath, Direktor Jan Baßler, Vizepräsidenten und Bezirksvorsitzenden August Wilhelm Winsmann, Vorsitzende im Ausschuss für Mädchen- und Frauenfußball Karen Rotter, Spielausschuss-Vorsitzender im Bezirk Hannover Thorsten Schuschel, Referat Nachhaltigkeit/Masterplan Christoph Beismann, und Reiner Kramer, Kommunikation und Presse besichtigte zunächst die gepflegte Sportanlage. Anschließend wurde der Vereinsdialog mit Themen, die dem Verband und dem Gastgeber unter den „Nägeln brennen“ bei konstruktiven Gesprächen unter der Moderation von August Wilhelm Winsmann fortgesetzt.

 

Vom Gastgeber beteiligten sich der 1. Vorsitzende Walter Drescher, 2. Vorsitzende Daniel Demiz, Jugend- und Staffelleiter Juniorinnen NFV-Kreis Hildesheim Thomas Germer und der Frauen- und Juniorinnentrainer Gerd Prystawek.

Zur Delegation des NFV-Kreises Hildesheim zählten der 1. Vorsitzende Detlef Winter, Spielleiter und stellvertretender Jugendobmann Ralf Hamann und Vorsitzender im Presseausschuss Burghard Neumann sowie der Jugendleiter vom JFC Kaspel Heinrich Bettels.

Walter Drescher, seit 39 Jahren Funktionär beim FC und seit 1998 Vereinschef, stellte den Verein mit seinen respektablen 430 Mitgliedern vor, der Ort selbst hat nur 340 Einwohner. Die beiden Rasenplätze - einer mit Flutlichtanlage - gehören der Stadt Sarstedt. Als Pächter geht der FC Ruthe auch Pflichten ein. So übernimmt er die Pflege der Plätze in Eigenregie.

Zum Spielbetrieb gehören zwei Herren- und zwei Frauenteams, zwei Altherrenteams sowie sechs Jugendmannschaften.

 

Beeindruckt von den Schilderungen der FC-Vereinsvertreter über ihre Gemeinschafts-leistungen, schilderten sie auch ihre Sorgen und Nöte.

Intensiv diskutiert wurde über die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs. Der Trainer der Mädchenmannschaft Gerd Prystawek berichtete von großen Problemen, weiblichen Nachwuchs zu gewinnen. Die Ganztagschule fordere die Schülerinnen sehr. Es sei schwierig, die jungen Fußballerinnen für das Training ab 17 Uhr zu motivieren.

Karen Rotter, Schulleiterin in Sarstedt kennt die Probleme. Sie lobte den FC Ruthe als dankbaren und engagierten Partner und blickte auf das Jahr 2020, in dem 20 Vereine des NFV die Chance erhalten, eine Eventveranstaltung durchzuführen. Dafür muss eine Bewerbung beim NFV erfolgen. „Auwi“ Winsmann und Thorsten Schuschel sagten ihre Unterstützung zu, wenn der FC Ruthe eine Veranstaltung plant.

 

Günter Distelrath sprach vom Jubiläum - 50 Jahre Frauenfußball - im Jahr 2020 und betonte:

„Vom Tag des Mädchenfußballs, der alljährlich stattfindet, muss im Jubiläumsjahr eine Wucht mit nachhaltiger Wirkung für die Zukunft ausgehen.“ Zum Thema Mädchenfußball schlug NFV-Direktor Jan Baßler außerdem vor, für das Training zusammen mit Nachbarvereinen  FSJler oder Studenten zu suchen und Kooperationen mit der Schule zu schließen. Gerd Prystawek sieht damit aber das Finanzierungsproblem noch nicht gelöst.

Abschließend diskutierte die Runde im Vereinsheim noch über das brisante Thema „Strafen und Gebühren“. Günter Distelrath und Detlef Winter versprachen: „Wir arbeiten aktuell im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit Hochdruck daran, sinnvolle und akzeptierte Lösungen zu finden.“ (R. Kramer/B. Neumann)

 

Foto: Neumann

BU:

Die NFV-Verbandsspitze ist zu einem Vereinsdialog mit dem FC Ruthe aus Barsinghausen angereist.

Gäste und Gastgeber bei einem Rundgang auf der Sportanlage des Vereins.

 

 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 01.10.2019

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