16.12.2017

Vorwort des Vorsitzenden

Autor / Quelle: Detlef Winter

Liebe Fußballfreunde

 

Das Jahr 2017 nimmt seinen Kehraus, und mit diesem Vorwort möchte ich mich turnusgemäß nochmals an alle Fußballer wenden.

Wir gehen in die Winterpause und müssen feststellen, dass wir fast seit Ende Oktober keinen geregelten Spielbetrieb mehr haben. Das Wetter lässt es einfach nicht zu, dass wir unsere Punktspielserie auf dem grünen Rasen so wie geplant spielen können. Es hat sich bis heute schon ein umfangreiches Programm an Nachholspielen zur Rückrunde aufgebaut. Das wird nicht ganz ohne Probleme zu bewältigen sein. Es werden wohl unweigerlich Spieltage innerhalb der Woche auf uns zukommen. Hoffen wir gemeinsam, dass der Wettergott uns zumindest im Frühjahr 2018 etwas gnädiger gestimmt sein wird, damit wir pünktlich beginnen können.

 

Im Junioren – und Juniorinnenbereich gab es auf der letzten Jugendleiterversammlung am 6. Dezember doch erheblich Meinungsverschiedenheiten. Die Zahl der Spielverlegungen war bereits Mitte September auf 130 Spiele angestiegen. Wir alle müssen uns gemeinsam die Frage stellen, ob das als Normalität angesehen werden kann. Die Staffelleiter kommen an den Rand ihrer Belastbarkeit. Spielpläne werden mit erheblichem  Aufwand und größter Sorgfalt erstellt. Deshalb kann es kein Wunschprogramm sein. Bei allem Verständnis für die Terminprobleme innerhalb der Jugendabteilungen unserer Vereine, müssen wir doch etwas mehr Disziplin einfordern. Wir werden uns am 9. Januar 2018 zu einer Sitzung mit den Mitgliedern des Kreisjugendausschusses treffen, um die Probleme zu besprechen. Das ist wichtig, denn sonst verlieren  einige meiner Mitarbeiter im Jugendausschuss den Spaß an ihrer Arbeit und schmeißen hin. Das möchte ich auf jeden Fall verhindern.

Der Bereich Schiedsrichter ist nach wie vor ein dringend zu bearbeitendes Problemfeld. Der letzte Anwärterlehrgang im September war eine einzige Enttäuschung. Wenn von 29 Teilnehmern nur 6 die Prüfung bestehen, dann muss man unweigerlich feststellen, dass die Qualität der Teilnehmer im höchsten Maße zu wünschen übrig lässt.

 

 

 

Anwärter mit einer Fehlerzahl von über 30% bei der Prüfung können wir nicht gebrauchen. Wir tun unseren Vereinen damit keinen Gefallen.

 

Mit großer Sorge erfüllt uns momentan die Disziplin bei den Spielen im Seniorenbereich. Wir müssen leider feststellen, dass es einige Spieler mit der Fairness nicht allzu genau nehmen. Mit großer Besorgnis müssen wir feststellen, dass es auch immer wieder Zuschauer gibt, die am Spielfeldrand ihren Emotionen freien Lauf lassen. Die Zahl der Spielabbrüche in der Hinrunde ist derart hoch, dass wir uns gezwungen sehen, hier eine schärfere Kontrolle einzuführen. Die Forderung innerhalb der Spielordnung, dass zu jedem Spiel eine angemessene Anzahl an Ordnern vorhanden sein muss, hat seine volle Berechtigung. Diese Ordner müssen ihre verantwortungsvolle Aufgabe aber auch ernsthaft  wahrnehmen.  Schon jetzt haben wir im Sportgericht das Strafmaß bei Ausschreitungen empfindlich nach oben gesetzt. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, werden wir hier ständig die Sperr – und Geldstrafen nach oben korrigieren müssen.

 

Ein neuer Trainerlehrgang hat mit guter Beteiligung begonnen. Die Ausbildung über 120 Stunden bedarf eines gewissen Durchhaltevermögens. Es gilt ein großes Programm abzuarbeiten. Allen Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg.

 

Am 21. Oktober wurde auf dem ordentlichen Verbandstag in Barsinghausen mit Günter Distelrath ein neuer Präsident gewählt. Damit endet die Ära von Karl Rothmund, der sich für den Niedersächsischen Fußballverband große Verdienste erworben hat. Mit Günter Distelrath haben wir eine gute Wahl getroffen. Die Aufgaben, die ihn erwarten sind zukunftsweisend. Die zunehmende Digitalisierung, die Forderung nach einer verstärkten Anerkennung des Ehrenamtes, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und viele weitere Themen werden die Verbandspolitik in den kommenden Jahren beschäftigen.

 

Am 7. Juli 2018 werden wir unseren 19. Ordentlichen Kreisfußballtag abhalten. Bereits am Vormittag wird der Kreistag der Junioren stattfinden. Hier werden wir dann gemeinsam die Weichen für die nächsten 3 Jahre im NFV Kreis Hildesheim stellen.

 

Die Diskussion um eine Strukturreform im Niedersächsischen Fußballverband ist längst nicht beendet. Es hat bis heute schon einige Zusammenschlüsse von kleineren Kreisen zu größeren Verwaltungseinheiten innerhalb des NFV gegeben. Wenn der NFV Kreis Hildesheim auch nicht zu den Kandidaten gehört, der sich nach Partnern umsehen muss, so sind doch im NFV Kreis Holzminden durchaus Bestrebungen im Gange, die in diese Richtung weisen. Erster Ansprechpartner wird der Kreis Hildesheim sein. Das steht fest.

Die Zahl der Mannschaften in  NFV Kreis Holzminden zwingt den Vorsitzenden August Borchert Gespräche aufzunehmen. Man wird sich intensiv beraten müssen, sorgfältige abwägen  und faire Gespräche auf Augenhöhe führen. Solche einschneidenden Entscheidungen brauchen Zeit.

 

Der Fußball findet momentan in unseren Sporthallen statt. Insbesondere unsere Juniorinnen und Junioren nutzen die Hallen um zu spielen und zu trainieren. Wenn nun die Diskussion um Hallengebühren auch innerhalb der Stadt Hildesheim Einzug hält, dann sind es gerade wir Fußballer, als größter Nutzer der Hallen aufgefordert, diese Bestrebungen kritisch zu begleiten, denn Hallengebühren belasten die Haushalte unserer Vereine in einem hohen Maße. Hauptnutzer sind unsere Kinder und Jugendlichen, die wir in der Winterpause beschäftigen müssen, um sie bei der Stange zu halten. Wir Fußballer, als zweitgrößter Fachverband im KSB Hildesheim müssen hier

 

 

 

eine gemeinsame Sprache sprechen. Ich werde mich als Vorsitzender des NFV Kreis Hildesheim intensiv an der Diskussion beteiligen.

 

Mich erreichen vermehrt Beschwerden aus den Vereinen, dass die Berichterstattung in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung dem Fußball nicht gerecht wird. Das sehe ich genauso. Die Möglichkeiten, hier von Verbandsseite eine Besserung zu erreichen sind äußerst begrenzt. Nur die Abonnenten der HAZ haben hier einen, wenn auch geringen Einfluss. Diese Möglichkeit sollten sie wahrnehmen.

 

Liebe Fußballfreunde

 

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2018.

Ich werde mich auch weiterhin mit aller Kraft für die Belange unseres Kreises einsetzen. Nur dann, wenn wir alle an einem Strang ziehen, und der Fußball für uns alle diese wichtige Bedeutung behält, muss uns zukünftig nicht bange sein.

Wie ich meine, ein lohnenswertes Ziel.

Und bleiben Sie alle gesund.

 

                                  

 

                                               Detlef Winter, Vorsitzender NFV Kreis Hildesheim

Zurück
Seite zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018

Regionale Sponsoren