23.09.2022

Vorwort des Vorsitzenden

Autor / Quelle: Detlef Winter

Liebe Fußballfreunde!

 

Unsere Fußballserie 2022/2023 läuft nun schon geraume Zeit. Die jetzigen Tabellenstände sind Momentaufnahmen und werden sich noch verändern

Die Spielausfälle halten sich in Grenzen. Wenn die Hildesheimer Allgemeine Zeitung auch etwas effekthascherisch die wenigen Spielabbrüche kommentiert, so liegt das alles immer noch im Rahmen dessen, was wir in den vergangenen Serien zu verzeichnen hatten. Nicht jeder Spielabbruch ist von Gewalt begleitet.

Und dennoch: Die böse Attacke gegen einen unserer Schiedsrichter ist nicht wegzureden. Das war schon eine höchst unangenehme Angelegenheit. Das Sportgericht hat zu diesem Fall getagt und ein Urteil gefällt, was den Ereignissen gerecht wird. Ob der Schiedsrichter nun auch zivilrechtlich vorgeht, entzieht sich meiner Kenntnis. Für den NFV-Kreis Hildesheim ist der Vorfall abgeschlossen.
 
Abgeschlossen - keinesfalls vergessen. So etwas bleibt lange in den Köpfen derer, die es unmittelbar betrifft. Das sind vor allem die Schiedsrichter. Trotzdem kein Grund zu überziehen. Das wird auch nicht geschehen.

Wir wollten am 19. September mit einem neuen Trainerlehrgang beginnen. Aus Mangel an Beteiligung musste der Lehrgang abgesagt werden. Das gibt uns zu denken. Gut ausgebildete Trainer sind der Garant dafür, dass sich das Spielniveau hebt und disziplinierter Fußball gespielt wird. Es gilt nun zu eruieren, warum die Beteiligung seit Jahren rückläufig ist. Wir werden das im Vorstand gemeinsam mit allen Mitgliedern des Qualifizierungsausschusses in Kürze tun. Die Rahmenbedingungen stimmen: Gute Referenten, ordentliche Örtlichkeiten und alles was gebraucht wird, um eine gute Qualifizierung zu gewährleisten. Nur wenn wir die Gründe für die schmale Beteiligung kennen, können wir auch gegensteuern.  

Ähnlich ist die Situation im Bereich der Schiedsrichter. Seit vielen Jahren sind die Anwärterlehrgänge so schwach besetzt, dass einige Lehrgänge überhaupt nicht stattfinden konnten. Wir als Vorstand müssen immer abwägen, ob der Kosten-Nutzenfaktor im richtigen Verhältnis zueinandersteht. Das die 3. und 4. Kreisklasse nicht mehr mit neutralen Schiedsrichtern besetzt wird, darf auf keinen Fall zur Normalität werden. Hier sind in erster Linie unsere Vereine in der Pflicht.

Wir haben, wie alljährlich die Vereine dahingehend überprüft, ob sie genügend Schiedsrichter stellen. Wir müssen leider feststellen, dass hier eine unerträgliche Gleichgültigkeit herrscht. Da werden lieber horrende Strafen bezahlt, anstatt sich ernsthaft um Schiedsrichter zu bemühen. Schiedsrichter können nicht lediglich fünf Spiele pro Jahr leiten und dann die Anerkennung erwarten. So funktioniert das nicht. Auch hier müssen wir darüber nachdenken, warum diese Misere besteht.

Ich werde immer wieder gefragt, ob wir in der Winterpause den Hallenfußball der Juniorinnen und Junioren wieder- beleben können. Die Chancen stehen gut. Die Pandemie haben wir gut im Griff, die Fallzahlen sind rückläufig und somit steigt die Hoffnung, dass wir im Winter wieder unseren Kindern und Jugendlichen einer Hallenrunde anbieten können. 

Die Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiges Segment im Fußballsport. Wenn sich der Informationsbedarf auch immer stärker auf die digitalen Medien verlagert, so dürfen wir nicht vergessen, dass die klassische Zeitung noch immer ihren Stellenwert hat. Das ganz besonders bei unseren älteren Fußballfreunden. Wichtig dabei ist jedoch, dass es bei der Berichterstattung fair zugeht, und die Fakten ordentlich und seriös abgedruckt werden. Diese Fairness vermisse ich gelegentlich. Ich selbst halte das gut aus. Das habe ich in 17 Jahren Kreisvorsitzender gelernt. Doch alles hat seine Grenzen. Ich werde demnächst dazu einmal klar Position beziehen.

Wir haben vor kurzem den Schulfußball im Kreis Hildesheim in einer turnusmäßigen Zusammenkunft Revue passieren lassen. Das machen wir jedes Jahr. Der ein oder andere wird denken, dass dieses Segment ein Nischendasein führt. Das ist eine völlige Fehleinschätzung. Ich glaube behaupten zu können, dass keiner der 32 Kreise im NFV dem Schulfußball so viel Beachtung schenkt wie der NFV-Kreis Hildesheim. Zahlen und Erfolge sprechen hier eine deutliche Sprache. Ich möchte daher explizit an dieser Stelle dem Beauftragten für Schulfußball Günther Schaper und dem Spielleiter Wilfried Fricke und allen Beteiligten, auch die vom Kreissportbund (KSB) und vom Landkreis Hildesheim nicht nur meine Hochachtung aussprechen, sondern auch ganz besonders für ihre tolle Arbeit danken. Das findet in Barsinghausen durchaus Beachtung.

Am 8. November 2022 wird ein Teil der Führungsspitze des Verbandes zu Gast in Hildesheim sein. Bei einem Vorstandstreff werden Themen erörtert, die sich in erster Linie mit der „Fußballentwicklung“ beschäftigen wird.

Wir werden im Vereinsheim des SV Blau-Weiß Neuhof zu Gast sein. Ich wünsche mir eine rege Beteiligung der Vereine. Die Einladungen ergehen in Kürze an alle Vereine.

Fazit: Durchaus die eine oder andere Baustelle. Alles keine Probleme, die durch eine akribische und sorgfältige Bearbeitung nicht gelöst werden können. Wir müssen intensiv und mit Nachdruck daran arbeiten. Der Vorstand ist hervorragend mit Sachverstand ausgerüstet. Wir haben uns nie auf den Lorbeeren ausgeruht und werden das auch zukünftig nicht tun. Das liegt noch viel Arbeit vor uns, doch die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bei gründlicher Analyse und bei nüchterner Betrachtung viele Probleme abgearbeitet werden können. Ich betone, dass wir dazu immer die Unterstützung der Vereine benötigen. Wenn das gewährleistet ist, können wir hoffnungsfroh in die Zukunft schauen. Der NFV-Kreis Hildesheim ist ein starker Kreis und wird dies auch bleiben. Bleiben Sie alle gesund.

 

Detlef Winter, Vorsitzender NFV-Kreis Hildesheim

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Seite zuletzt aktualisiert am: 28.11.2022

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