20.11.2019

Vorwort des Vorsitzenden

Autor / Quelle: Detlef Winter

Liebe Fußballfreunde

 

Der Jahreswechsel ist in Sicht und wir Fußballer stehen kurz vor der Winterpause. Das Geschehen wird sich zum Teil in unsere Hallen verlagern und ich hoffe, dass alle Akteure die Zeit nutzen, um sich fit zu halten.

Schaut man ein wenig zurück, so war es doch ein ereignisreiches Halbjahr. Ich hatte zu Beginn die Hoffnung, dass wir mit einem Plus an Mannschaften in die Serie 2019/ 2020 starten könnten. Das sah auch lange Zeit so aus. Als die Serie dann aber tatsächlich begann, mussten wir erneut mit einem Minus von 2,6 % die neue Spielrunde beginnen. Schade.

 

Wir sind momentan intensiv mit dem Bereich Schiedsrichter beschäftigt. Seit Jahren schieben wir nun ein Problem vor uns her, dass es nun gilt mit aller Ernsthaftigkeit und großer Intensität anzugehen.  Wenn wir nicht mehr in der Lage sind, unsere unteren Spielklassen mit neutralen Schiedsrichtern zu besetzen, dann wird es Zeit sich um diese Dinge zu kümmern. Wir haben deshalb eine 7 köpfige Arbeitsgruppe gebildet, die sich gezielt und mit großer Anstrengung  um die Lösung der Probleme im Schiedsrichterwesen kümmern wird. Eine sorgfältige Analyse des Status Quo, Maßnahmen gegen die Respektlosigkeiten gegenüber der Spielleitern, Nichtantreten von Schiedsrichtern trotz Spielauftrag, massiver Rückgang bei den Schiedsrichteranwärterlehrgängen und  der Schwund an jungen Schiedsrichtern, die bereits nach kurzer Zeit dem Schiedsrichterwesen den Rücken kehren, werden Schwerpunkte unserer Arbeit sein. Bei all dieser Problematik wird es unweigerlich  nötig sein, die Vereine mit ins Boot zu holen. Da steht uns viel Arbeit ins Haus.
Die Veränderungen im Fußball haben sich beschleunigt. Es muss dabei festgestellt werden, dass die Kreise mit immer neuen Initiativen und Maßnahmen durch den Niedersächsischen Fußballverband belastet werden. All diese Projekte immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit  und mit Inhalten zu Erfüllen, wird von Jahr zu Jahr schwerer. Das Kerngeschäft, Organisation und Überwachung des Spielbetriebs, ist ohnehin schon eine Mamutaufgabe. Wenn nun immer neue Projekte initiiert werden dann erfordert dies einen enormen Kraftaufwand, der die Mitarbeiter an den Rand der Belastbarkeit führt. Staffelleiter, Schiedsrichteransetzer, Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit, Ausbilder im Bereich der Qualifikation und geeignete Mitarbeiter im Bereich des Juniorenfußballs wachsen nicht auf Bäumen. Da bedarf es oft einer langen Suche nach geeigneten Leuten, die bereit sind, einen großen Teil ihrer Freizeit dem Fußball zu opfern. Bisher ist es uns immer gelungen, diese zu finden. Ob das so bleibt, muss mit einem großen Fragezeichen versehen werden.
Am 17. November 2019 haben wir in Nettlingen unsere 1. Kreismeisterschaft im                    E Football gespielt. Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Art von Fußball nicht jedermanns Zustimmung findet. Wenn man aber die Begeisterung und die Freude derer sieht, die an dieser Meisterschaft teilgenommen haben, dann kann man durchaus von einem Erfolg sprechen. Das Vereinsheim des TuS Nettlingen war bis auf den letzten Platz ausgebucht, und bei aller Skepsis muss man im Nachhinein feststellen, dass ein solches Event durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Die Resonanz und die Nachbetrachtung war mehr als erfreulich. Das ist für uns Ansporn genug, um diese besondere Art des Fußballs weiterhin positiv zu begleiten. Wenn wir es nicht machen, dann machen es andere. Und wir wollen nicht zu denen gehören, die im Nachhinein einsehen müssen, hier etwas verschlafen zu haben.
Der Schulfußball ist nach wie vor ein Vorzeigeobjekt im NFV Kreis Hildesheim. In diesem Bereich arbeiten wir schon jetzt mit dem NFV Kreis Holzminden zusammen. In den Schulen ist durchaus das eine oder andere Talent zu finden, das noch nicht in einer Vereinsmannschaft kickt. Für uns ein Grund genug, hier weiterhin am Ball zu bleiben.
Wenn es um die Disziplin auf und neben den Spielfeldern geht, so muss ich mit bedauern feststellen, dass es immer wieder Spieler gibt, die weit über ein akzeptables Ziel hinausschießen. Wir haben längst damit begonnen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das wird deutlich, wenn wir die Strafen betrachten, die von unserem Sportgericht verhängt werden. Erst vor kurzem haben wir einen Spieler, der den Schiedsrichter geschubst hat, mit einer 7 monatlichen Sperre belegt, dazu eine Geldstrafe und die Verhandlungskosten. 250€ stehen hier zu Buche. Disziplinlosigkeit und verbale oder gar körperliche Angriffe gegen Schiedsrichter oder Gegenspieler werden wir zukünftig noch rigoroser sanktionieren. Darüber muss sich jeder im Klaren sein.
Im Frühjahr 2020 werden wir erneut mit dem NFV Kreis Holminden Gespräche über eine mögliche Fusion führen. Ich möchte an dieser Stelle nochmals ausdrücklich betonen, dass wir einer möglichen Fusion nur dann zustimmen werden, wenn die Rahmenbedingungen für den NFV Kreis Hildesheim stimmen. Niemand muss befürchten, dass eine solche Fusion über die Köpfe unserer Vereine hinweg beschlossen wird. Das ist auch rechtlich gar nicht möglich. Es bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung, und nur wenn ich die Vereine überzeugen kann, dass eine Fusion für unseren Kreis Hildesheim mehr Vor – als Nachteile bringt, werden wir die Angelegenheit konkretisieren.  Bis dahin werde ich alle Vereine stets auf dem Laufenden halten.
Liebe Fußballfreunde,
wir gehen nun in die Winterpause. Zeit genug, die Hinrunde zu überdenken und die Weichen für die Rückrunde zu stellen. Einige Vereine haben ihre gestreckten Ziele bisher noch nicht erreicht. Daran muss man arbeiten. Das dies oft nicht einfach ist, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Daher wünsche ich an dieser Stelle allen Vereinen viel Erfolg bei der Jagd nach Punkten und Toren.
Ein schönes besinnliches Weihnachtsfest, ein gutes neues Jahr und bleiben Sie alle gesund.
 
                                               Detlef Winter, Vorsitzender NFV Kreis Hildesheim

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Seite zuletzt aktualisiert am: 03.12.2019

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